Stellungnahme zum Koalitionsvertrag

30.11.21, 09:23
Gisela Schwadorf

Die Georges-Anawati-Stiftung begrüßt den Koalitionsvertrag 2021 im Hinblick auf die Wertschätzung der islamischen Gemeinschaften in Deutschland.

Der von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP vorgelegte Koalitionsvertrag äußert sich auch perspektivisch zu Kirchen und Religionsgemeinschaften, von denen gesagt wird, sie „sind ein wichtiger Teil unseres Gemeinwesens und leisten einen wertvollen Beitrag für das Zusammenleben und die Wertevermittlung in der Gesellschaft. Wir schätzen und achten ihr Wirken.“

Zum muslimischen Leben in Deutschland heißt es: „Wir wollen der Vielfalt des muslimischen Lebens Rechnung tragen und u. a. Jugendvereine unterstützen.“ Hierzu gehört auch der Ausbau von Ausbildungsprogrammen für Imaminnen und Imame an deutschen Universitäten“.

Die Georges-Anawati-Stiftung begrüßt, dass der „zunehmenden Bedrohung von Musliminnen und Muslimen und ihren Einrichtungen“ entgegengewirkt werden soll und eine „Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften und Orte der Begegnung“ gefördert werden sollen. An dieser Stelle kommt der Politik eine wichtige Aufgabe zu. Gefordert sind allerdings auch weiterhin die Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Initiativen und Einrichtungen. Dr. Werner Höbsch, Mitglied im Stiftungsrat, hält fest: „Die Georges-Anawati-Stiftung stellt sich als Zusammenschluss von Menschen islamischen und christlichen Glaubens nach wie vor dieser herausfordernden Aufgabe und wird auch weiterhin ihre Dialogkompetenz einbringen. Der Dialog bleibt unverzichtbar in einer Gesellschaft der Vielfalt.“

Brühl, 30.11.2021
Werner Höbsch, Mitglied im Stiftungsrat

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